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Amex Platinum: Willkommensbonus-Boost – Lohnt sich der Luxus jetzt wirklich?

American Express lockt mit einem erhöhten Willkommensbonus für die Platinum Card. Wir analysieren, ob sich der hohe Preis für Vielflieger und Punktesammler nun eher rechnet.

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Von Daniel | Veröffentlicht am 27. Oktober 2023

Amex Platinum: Mehr Punkte zum Start – Chance oder Kostenfalle?

Die Kreditkartenlandschaft ist ständig in Bewegung, und wer die Augen offen hält, kann oft attraktive Einstiegsangebote nutzen. In der letzten Woche fällt besonders ein wiederkehrendes Muster bei American Express ins Auge: Der Willkommensbonus für die begehrte Amex Platinum Card wurde erneut angepasst und präsentiert sich derzeit in einer besonders üppigen Form. Für Neukunden winken aktuell bis zu 75.000 Membership Rewards Punkte, wenn innerhalb der ersten sechs Monate ein Umsatz von 10.000 Euro erzielt wird.

Das Kleingedruckte: Was der Bonus wirklich bedeutet

Auf den ersten Blick mag dieser Bonus beeindruckend wirken. 75.000 Membership Rewards Punkte sind ein stattlicher Betrag, der sich in Freiflüge, Hotelübernachtungen oder attraktive Sachprämien umwandeln lässt. Bei einer Umwandlung in Flugmeilen (z.B. zu Lufthansa Miles & More im Verhältnis 5:4) entspricht das immerhin 60.000 Meilen – genug für einen Business-Class-Flug auf Kurzstrecke oder einen erheblichen Teil eines Langstreckenflugs.

Doch die Kehrseite der Medaille ist die Jahresgebühr der Amex Platinum, die unverändert bei stolzen 720 Euro liegt. Hinzu kommt die Umsatzanforderung von 10.000 Euro in sechs Monaten, was eine monatliche Ausgabe von rund 1.667 Euro voraussetzt. Wer diese Schwelle nicht natürlich erreicht, sollte sich gut überlegen, ob künstlich erzeugte Ausgaben den Bonus rechtfertigen.

Unsere Einschätzung: Für wen lohnt sich das?

Als ‘Der Kapitalist’ sehen wir solche Angebote stets kritisch. Ein hoher Willkommensbonus ist verlockend, aber er darf nicht dazu verleiten, eine Karte abzuschließen, deren Kosten-Nutzen-Verhältnis langfristig nicht stimmt.

  • Vorteilhaft für: Vielflieger, Vielreisende und Personen mit hohem monatlichem Kartenumsatz, die die zahlreichen Vorteile der Platinum Card (Lounge-Zugang, Reiseversicherungen, Statusvorteile, jährliches Reiseguthaben, Restaurantguthaben) ohnehin voll ausschöpfen würden. Für sie ist der erhöhte Bonus ein willkommenes Extra, das den Einstieg noch attraktiver macht.
  • Kritisch für: Gelegenheitsnutzer oder Sparfüchse, die sich primär vom Bonus blenden lassen. Die 720 Euro Jahresgebühr müssen durch die tatsächliche Nutzung der Vorteile mehr als kompensiert werden, sonst verbrennt man schlicht Geld.

Fazit des Chef-Redakteurs: Der aktuelle Amex Platinum Bonus ist attraktiv – aber nur für die richtige Zielgruppe. Rechnen Sie genau nach, ob Sie die Karte und ihre teuren Privilegien wirklich brauchen und nutzen können. Für den strategischen Punktesammler, der die Jahresgebühr durch die immensen Vorteile ohnehin rechtfertigt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Einstieg. Alle anderen sollten die Finger davon lassen und sich nach einer Karte mit geringeren Fixkosten umsehen.

Portrait von Daniel

Daniel

Daniel liebt das Kleingedruckte. Während andere nur auf den Bonus schauen, analysiert er Preis-Leistungs-Verzeichnisse auf versteckte Kosten. Sein Ziel: Girokonten zu finden, die nicht nur auf dem Papier kostenlos sind, sondern auch im Alltag keine Gebührenfallen verstecken.

Verifizierter Autor

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